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Hier teilen wir Erfahrungen, News und Alltägliches rund ums Thema Nachhaltigkeit mit Hund.

Interview mit Malwine & Wilma

Wilma - 

a vegan dog?

Im Rahmen unseres Adventskalenders 2021 haben wir mit einer veganen Hundehalterin gesprochen, die auch ihre Vierbeinerin Wilma rein pflanzlich ernährt und erfahren, dass Hunde viel flexibler ernährt werden können, als die meisten Mensch wissen (wollen).

Klimaschutz fängt beim Essen an, Tierliebe auch. Wir finden es wichtig, sich in beiden Bereichen weiterzubilden und darüber aufzuklären, dass es auch bei der Hundeernährung viel mehr Möglichkeiten gibt, als Trocken-, Nass- oder Roh-Fleisch zu füttern. Wir freuen uns, dass unsere liebe Followerin uns zu dem Thema Rede und Antwort stand und dass du hier bist!

Lies selbst:

Liebes Frauchen von Wilma, wie bist du darauf gekommen, deine Hündin vegan zu ernähren? Macht ihr das schon von Anfang an oder habt ihr umgestellt?
Ich lebe selbst schon seit fast 9 Jahren vegan. Dass Hunde ohne Probleme vegan ernährt werden können, wusste ich zu Beginn noch nicht. Als ich Wilma 2016 adoptiert habe, bekam sie also zunächst fleischhaltiges Futter, welches sie aber nie richtig gut vertragen hat - egal, welche Futtersorte und egal, wie lange ich die Umstellung zog, sie wollte nie wirklich gerne essen und hatte oft Magen-Darm-Probleme.
Ende 2016, als Wilma 1 Jahr alt wurde, habe ich mich damit auseinandergesetzt, Wilmas Ernährung auf vegan umgestellt und seitdem geht es ihr blendend.


Wie integrierst du selbst die Themen Nachhaltigkeit und Veganismus in euren persönlichen Alltag?
Mein kompletter Haushalt, Lebensstil (Kleidung, Hobbies, Ausstattung usw.) ist vegan. In Thema Nachhaltigkeit kann man sich, wie ich finde, immer wieder verbessern, indem man sich selbst reflektiert. Beispielsweise überdenke ich aktuell Kleider-Käufe, Hundezubehör (verkaufe nebenbei auch einiges, was nicht genutzt wird) und versuche generell, meinen Konsum in allen Bereichen zu überdenken.

Was ist Wilmas pflanzlicher Lieblingssnack?
Wilmas Lieblingssnacks sind definitiv die Veggies und Dentals von Vegdog! Davon bekommt sie jeden Tag was und sie macht alles, um sie zu bekommen. Aber auch zu Gurken und Apfel sagt sie nie nein, ich teile immer mit ihr.
Bei
Vegdog findet man oft aufschlussreiche Informationen rund ums Thema Veganer Hund.

Was antwortest du Menschen, die vegane Hundeernährung als "Tierquälerei" bezeichnen?
Da entscheide ich meist spontan, ob ich auf tatsächliche Tierquälerei eingehen möchte oder den Leuten erklären möchte, warum sie falsch liegen.
Meist kläre ich dann über die Domestizierung des Haushundes auf: Der Hund hat sich in den mehreren Zehntausend Jahren in allen Bereichen an das Leben beim Menschen angepasst und sich somit zu einem Allesfresser (omnivoren) entwickelt.
 

Wer dazu gerne mehr lesen möchte, kann sich gerne unseren Beitrag dazu durchlesen (Post vom 10.01.21 bei 
@wilma_vegan_dog) - diesen geben wir auch hier für euch wieder:

"Viele Menschen sagen, dass der Hund, wie wir ihn heute kennen, einfach nur ein zahmer Wolf ist und nur eine fleischbasierte Ernährung artgerecht wäre. Das stimmt so nicht. Domistizierte "Haushunde" wären nicht mal in der Lage das Leben eines Wolfes zu (über)leben.
Zwischen dem Wolf und dem Haushund liegen mehrere Zehntausende Jahre Domestikation, welche den Hund zu einer eigenen Spezies macht. Würden Hunde nur durch eine fleischhaltige Ernährung gesund leben können, so gäbe es heute wohl den besten Freund des Menschen überhaupt nicht.

Gehen wir etwas zurück in der Geschichte des Zusammenlebens zwischen Mensch und Hund; früher war Fleisch eines der kostbarsten Lebensmittel, welches es nur wenige Male die Woche zu essen gab. Dieses war den Menschen vorenthalten und die Hunde aßen alte Essensreste, Getreide, das sogenannte "Hundebrot" und nicht selten Fäkalien von Mensch und Tier. Da konnte man im Hundenapf also vergeblich nach Fleisch suchen.
Hunde sind außerdem, im Gegensatz zu Wölfen, in der Lage, Stärke zu verdauen und abzubauen, da sie 5x so viele Kopien des Amylaseenzyms besitzen, was eine rein pflanzliche, also vegane, Ernährung begünstigt und möglich macht.

Ein auf der Straße lebender Hund jagt gerade mal 11-20% seines Essens selbst und wer hätte das gedacht - Hunde jagen sich keinen Strauß, Kängurus, ganze Rinder oder Pferde, sondern lediglich kleine Nagetiere und Insekten. Der Rest besteht aus Essensresten, Getreide, Früchten usw.

Hunde haben sich dem Lebensraum und der Ernährung der Menschen angepasst und entwickelten sich anhand dieser Rahmenbedingungen somit zu Allesfressern (keinen reinen Fleischfressern), was dazu führt, dass eine ausschließlich auf Fleisch basierte Ernährung schlichtweg unangemessen und eben nicht "artgerecht" wäre und eine rein pflanzliche Ernährung somit auch für den Hund ohne Probleme umsetzbar ist (Quelle: Meyer/Zentek: Ernährung des Hundes, 2016)."


Wir danken Malwine von Herzen für das ausführliche, informative und ehrliche Interview, das wir am 06.12.21 führten! Auch, wenn wir weder Fox, Cookie noch Nea rein vegan ernähren, interessieren wir uns doch sehr für diese Möglichkeit und füttern zwischendurch auch super gern veggie. Wie sieht's bei dir aus? Wir freuen uns auf den Austausch mit dir bei Instagram!

Wilma in ihrem Element: Modeln.

Foto Credits: Malwine Böser